Einer – der weiß, woher er kommt und auch ganz genau weiß wer er ist, das ist Sepp Ranner. Bundesweit bekannt wurde der Landwirtschaftsmeister und ehemalige Abgeordnete (CSU) des Bayerischen Landtages 1995. Damals kippte das Bundesverfassungsgericht die bayerische Volksschulordnung, die Kruzifixe oder Kreuze in Klassenzimmern vorschrieb. Nicht nur die Kirchen schäumten, sondern auch die CSU. Ihr Landtagsabgeordneter Sepp Ranner  hatte einen richtigen Grant und drohte den Verfassungsrichtern, sie “mit dem Dreschflegel” zu empfangen, wenn sie kämen, um Kreuze abnehmen. Die Kreuze blieben.

„Ja, der Dreschflegel trennt immer schon die Spreu vom Weizen“, sagt  Ranner. Dazu schmunzelt er fast spitzbübisch am Holztisch in der Stub’n des schmucken Bauernhofes in Mitterham bei Bad Aibling.

Manchmal sei granteln eben wichtig, meint Ranner. Und wenn’s sein muss, dann g’scheit!  Aus so einem bayrischen Grant entstand 1995 dann letztendlich eine wunderbare Idee. Drei Grantler – Sepp Ranner, Günter Rott (damals Brauereidirektor der Schlossbrauerei  Maxlrain) und seine Durchlaucht Prinz Lobkowicz saßen bei einem Glas Maxlrainer Bier zusammen und ärgerten sich zum einen über das „Seppltum“, das sich damals sogar in so manchen Trachtenverein eingeschlichen hatte. Zum anderen wurmte es die Drei ganz arg, dass im Inntal bayerisches Kulturleben blühte, während es im Mangfalltal nahezu brach lag. Den Dreien war klar, dass sich rein durchs Granteln nichts ändern würde. Sie griffen die Idee der Inntalgemeinden auf, mittels Musikfördervereinen das regionale Kulturleben zu beleben und gründeten mit Weiteren zusammen den Kulturförderverein Mangfalltal in Maxlrain e.V.

Dieser Kulturförderverein wirkt mittlerweile im 18. Jahr, hat auch Tiefs schon überstanden und im Mangfalltal blüht und gedeiht  dank des Engagements von vielen helfenden Händen und großzügigen Sponsoren Brauchtum und Kultur mehr denn je. 

Ende Juni dieses Jahres wurde der Verein für sein Bemühen um den Erhalt  bayerischen Kulturgutes, die damit verbundene Steigerung der Lebensqualität im Mangfalltal und die Förderung regionaler Talente in der Reithalle zu Maxlrain mit dem Kulturförderpreis des Wirtschaftlichen Verbandes für Stadt und Landkreis Rosenheim ausgezeichnet.

Sepp Ranner betont als Vorsitzender der Vorstandschaft des Kulturfördervereines, wie dankbar der Verein besonders Prinz und Prinzessin Lobkowicz ist. „Ohne die Beiden hätte wir es nicht geschafft“! Ranners ganz großer Dank geht auch an die vielen Sponsoren, ohne die der Kulturförderverein nicht so erfolgreich arbeiten könnte.

Ein großer Dank den Sponsoren, mit deren Unterstützung die Arbeit des Kulturfördervereines Mangfalltal in Maxlrain e.V. möglich ist :

Bezirk Oberbayern, Umwelt-, Kultur- und Sozialstiftung im Landkreis Rosenheim, Kathrein-Kulturstiftung, Rosenheim, Stadt Bad Aibling, Stadt Kolbermoor, Markt Bruckmühl, Gemeinde Bad Feilnbach, Gemeinde Feldkirchen-Westerham, Gemeinde Tuntenhausen, Prinz und Prinzessin Lobkowicz, Maxlrain, Molkerei  Meggle GmbH & Co., Wasserburg, Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, Volksbank-Raiffeisenbank Mangfalltal-Rosenheim eG, Aiblinger Druckteam, Bad Aibling, Fritzmeier Composite GmbH & Co., Bruckmühl, Fritzmeier Systems GmbH & Co., Großhelfendorf, Omnibus Hollinger, Ellmosen, Salushaus – Familie Greither, Bruckmühl, Ursula und Walter Schatt Stiftung, Rohrdorf, Schlossbrauerei Maxlrain, Schwirtlich KFZ, Bad Aibling, Spinner GmbH, Feldkirchen-Westerham, Clariant AG, Heufeld, Weinfachhandel Resi Englhart, Mailling, Frau Hildegard Hauser, Bad Aibling, Josef Eder sen., Tuntenhausen, und viele private Spender.

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Verantwortungsvolle Ziele hat sich der  Kulturförderverein Mangfalltal in Maxlrain e.V. gesteckt: Bayerisches Kulturgut und bayerischen Dialekt  zu erhalten und zu pflegen,  heimische Talente zu fördern, zu fordern und zu präsentieren. Mit seinen vielfältigen Kulturangeboten will der Verein auch weiter beitragen, die Lebensqualität zu steigern.

Mit seinem selbst auferlegten Erziehungsauftrag trägt der Kulturförderverein Mangfalltal  dazu bei, Kulturbewusstsein zu schärfen. Die Pflege bayerischen  Kulturgutes dient der „Wurzelpflege“ Bayerns und stärkt das Selbstwertgefühl  der Menschen dieser Region.  

Nur wer weiß, wer er ist, wer seine Wurzeln kennt und die auch pflegt,der kann selbstbewusst und frei auf andere Menschen zugehen und mit Offenheit und Interesse neugierig sein, auf deren Eigenart.

Susann Niedermaier

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Buntes Programm im Kultursommer 2013

04.-06.10 Gospelworkshop mit Abschlusskonzert (St. Georg Kirche Bad Aibling)

12.10. 19:30 Uhr  “Ein Lied geht um die Welt” Novalishaus Bad Aibling

22.10. 20:00 Uhr Wirtshaussingen im Gasthaus Kriechbaumer Bad Aibling-Mietraching

 08.10. 20:00 Uhr Neue Abenteuer der “Haselmaus von Maxlrain” im Weingast Kematen Feilnbach

29.11. 20:00 Uhr “Die Rupertiwinkler Federfuchser” Schlosswirtschaft Maxlrain.

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