Abwechslungsreich, vielfältig, perfekt gespielt. Die Schönauer Musi unter Leitung von Sven Jungermann bot Anfang November mit zwei Martinikonzerten in der Schönauer Mehrzweckhalle einen bunten Reigen beliebter Melodien aus Operette, Klassik, Jazz, Film und Fernsehen. Michael Pletzer aus Biberg begleitete den Abend mit allerlei Wissenswertem, Geschichten und Gedichten rund um die Musikstücke.

Zu Beginn des Konzertes stellten die Jungen Schönauer ihr Können unter Beweis, Sven Jungermann hat die Leitung der Nachwuchsmusiker aus Zeitgründen an Angelika Marx übertragen. Die junge Dirigentin besuchte in Altötting die Musikschule und zeigte an diesem Abend, dass sie ihr musikalisches Handwerk sehr gut beherrscht. Mit Freude, Musikalität, Geduld und Können motivierte sie die Jungen Schönauer zu einer großartigen Leistung.

Die „erwachsene“ Schönauer Musi zeigte zum diesjährigen Martinikonzert, dass sie über Bayerische Klänge hinaus in nahezu jedem anderen musikalischen Genre zuhause ist. Zum Einstieg präsentierten sich die Musiker mit dem kraftvollen Marsch „Vivat Athesis“, dann entführten sie die Zuhörer mit Offenbach’s Ouverture „Les Sovojardes“ in die Operettenwelt und gaben „Kaiserin Sissi“ mit dem Marsch gleichen Namens die Ehre. Anschließend durften die Zuhörer eine beschwingte Walzer-Reise an die „schöne blaue Donau“ unternehmen, begleitet von wunderschönen Donaubildern, die an eine Leinwand projiziert wurden. Nach der Polka „Von Freund zu Freund“ gab’s Kaffee und Kuchen im Sportler Stüberl.

Mit dem Marsch „Triglav“ holte die Schönauer Musi die Zuhörer wieder in die Mehrzweckhalle, die in diesem Jahr notwendigerweise mehr der Musik und dem Schönauer Krippenspiel dient, als den Sportlern des TSV Hohenthann-Beyharting. Für die Geduld der TSV Sportler dankte Sven Jungermann während des Konzertes. Mit „Hindenburg“ – brachten die Musiker eine musikalische Erinnerung an Aufstieg und Niedergang des Zeppelins LZ 129. Mit „Glenn Miller in Concert“ führte die Schönauer Musi in die Welt von Swing und Jazz. Anschließend waren Musical Melodien von Andrew Lloyd zu hören, danach präsentierte Sven Jungermann Musik und Bilder aus kultigen TV Sendungen wie „Derrick“, „Wetten Dass“, „Schwarzwaldklinik“, „Traumschiff“ oder „Tageschau“. Dass trotz schönster Melodien jedes Konzert irgendwann auch ein Ende hat, ahnten die Zuhörer spätestens, als die Schönauer Musi das Stück „Wer hat an der Uhr gedreht“ anstimmte. Mit brausendem Applaus erreichten die begeisterten Konzertbesucher dann doch noch eine weite Zugabe.

Profimusiker Sven Jungermann bewies an diesem Abend erneut sein ausgeprägtes Talent als Orchesterleiter, die Schöner Musiker reagierten sekundengenau selbst auf die kleinsten Handbewegungen ihres Dirigenten. Perfekt die leisen Passagen, gewaltig die Forte, klar und sauber in Ton und Klang. Die Schönauer Musiker– darunter viele Träger des Musikleistungsabzeichens- boten mit den beiden Martinikonzerten wieder einmal einen musikalischen Ohrenschmaus vom Feinsten.

Susann Niedermaier

 

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