Der in der Februar-Sitzung des Gemeinderates viel diskutierte Radweg von Ostermünchen nach Schlafthal beschäftigte auch die Besucher des letzten KOMMA-Stammtisches, zudem waren der Ostermünchener Bahnhof und die gemeindlichen Wasserwerte Gesprächsthema.

Radlweg oder Straße?

Geplant ist der Ausbau der Verbindungsstraße Ostermünchen-Schlafthal, der als Fahrrad-Alternativ-Weg Richtung Lampferding und Dettendorf dienen soll. Der Bau eines Radweges unmittelbar entlang der RO45, wie ihn die Frauenliste ursprünglich beantragt hatte, wurde als zu teuer verworfen. Hier berichteten die Gemeinderäte Maria Breuer und Herbert Prechtl über den Beschluss des Gemeinderats, womöglich eine 3,5 m-breite, geteerte Straße mit jeweils 0,50 m Bankett zu bauen. Prechtl erneuerte seine Kritik, dass dieser Bau dann weniger den Radfahrern, sondern vielmehr den Autofahrern dient. Auch Breuer äußerte Bedenken und sprach sich dafür aus, eine einfachere Variante des Belags und Unterbaus zu prüfen. Grundsätzlich sei der Radwegebau ja positiv, so Breuer weiter, doch müsste den Leuten anhand geeigneter Beschilderung auch gezeigt werden, wo sie sicher in welche Richtung fahren können. Damit stieß sie bei den Anwesenden auf offene Ohren, denn John und Prechtl bemühten sich bereits seit 2009 um ein derartiges Konzept. „Vielleicht sollten wir im Sommer eine Stammtisch-Radtour im Gemeindegebiet organisieren“, schlug John vor.

Bahnhof Ostermünchen

Die Stammtischbesucher beschäftigten sich auch mit dem  Bahnhof Ostermünchen. Erfreut wurde festgestellt, dass der Durchgang nun, wenn auch nur sehr eingeschränkt, wieder möglich ist. Die anwesenden Gemeinderäte Breuer und Prechtl wollten sich dafür einsetzen, dass auch Kinderwägen und Radlanhänger neben der Schranke durchfahren können. Das Thema Bahnhof indes, sollte bei einem eigenen Themen-Stammtisch zusammen mit den Betroffenen behandelt werden.

Trinkwasserwerte

Aus der Bevölkerung kam die Anregung, sich mit dem Zustand des Tuntenhausener Trinkwassers zu beschäftigen. Der KOMMA-Stammtisch nahm diese Anregung gerne auf. Zunächst stellte Stammtischorganisator, Martin John, fest: alle Trinkwasseruntersuchungen in der Tuntenhausener Gemeinde ergaben, dass der als für Erwachsene bedenklich eingestufte Nitratwert von 50 mg/l nirgends überschritten wurde. John wies aber darauf hin, dass der Wert von 25 mg/l, der für Säuglinge als Grenzwert gilt, nahezu regelmäßig überschritten werde. „Auch im Vergleich mit unseren Nachbargemeinden (bis auf Frauenneuharting (25,0)) schneiden wir leider schlecht ab“, so John. Die letzten veröffentlichen Messungen ergaben hier für Bad Aibling (4,4), Kolbermoor (7,2), Bruckmühl (7,7 – 17,0), Emmering (8,0 – 8,9), Aßling (16,2 – 20,5) und Rott (11,4) geringere Nitratwerte als bei uns. Erfreuliche Ausnahme im Gemeindegebiet Tuntenhausen bildet der Wasserbeschaffungsverband Schönau-Biberg (14,1). Die weiteren Werte: WBV Ostermünchen (26,0), WBV Voglried-Antersberg (30,9), Gemeinde Tuntenhausen (Mischwert: 25,9) werden auch auf der Homepage der Gemeinde, www.tuntenhausen.de veröffentlicht. (red)

KOMMA-Stammtische

Die nächsten Termine des KOMMA-Stammtisches sind am 10. Mai und 21. Juni jeweils um 19:30 Uhr im Landgasthof zur Post in Ostermünchen geplant. Interesse oder Themen an Martin John, 08067/881313, komma-tuntenhausen@web.de oder besser noch: Vorbeikommen und mitreden.

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