Guten Anklang fand die Bürgerversammlung im Gasthof zur Post in Ostermünchen. „Erfreulich auch der Besuch vieler Jugendlicher“ so Bürgermeister Georg Weigl. Im Jahr 2016 weist die Verwaltung mit 18.410.000 Euro den größten Haushalt der 40-jährigen Geschichte Tuntenhausens nach. Hier die wichtigsten Themen der Versammlung.

Kinder – Jugend – Schulen

„Die größte Investition war mit 1,7 Mio. Euro die Kindergartenerweiterung in Hohenthann“, die ohne Kreditaufnahmen über Rücklagen und Zuweisungen aus dem Verwaltungshaushalt finanziert werden konnte“, so Weigl.

Positiv ist auch die Entwicklung der Schulen. „Neue Wege lohnten sich: Praxisklasse, Jugendsozialarbeit sowie eine Offene Ganztagesschule in Mittel- und Grundschule.“ Erfolgreich auch das bewährte Patenprojekt „Jugend in Arbeit“ mit elf aktiven Paten für acht Jugendliche. „Von Krippenkind bis zum Hortkind können wir alles abdecken Tagesmütter und Kinderfrauen sowie Mutter-Kind-Gruppen und Spielgruppen ergänzen das hervorragende Angebot“ betonte Weigl.

Seniorenkonzept

Hauptaufgabe für die nächsten Jahre wird das Seniorenpolitische Konzept sein. „Wir holen uns hier einen externen Berater mit ins Boot“ meinte Weigl, der sich auch ein Projekt „Wohnen im Alter“ und „Betreutes Wohnen“ vorstellen kann.

VHS – Feuerwehren – First Responder

Gemeindeweite Veranstaltungsorte weist aktuell die VHS auf, bei der seit Januar 2017 Werner Lohmar Geschäftsführer ist  und der die Kursbelegungen ausweiten konnte. Gut ausgestatten sind die sechs gemeindlichen Feuerwehren, die im letzten Jahr zu 126 Einsätzen gerufen wurden. „Allerhöchsten Respekt für diese Leistung“! lobte Weigl die Floriansjüngern. Tuntenhausen zähl 383 aktive Feuerwehrleute und 60 Jugendfeuerwehrler unter 18 Jahren! Nicht wegzudenken auch die First Responder. „Jeder Bürger ist froh, wenn ihm die mobile Einsatztruppe im Notfall hilft“ meinte Weigl, denn Tuntenhausen liegt als Flächengemeinde weit von den Einsatzzentralen entfernt. 12.216 Bereitschaftsstunden hatten die Responder im letzten Jahr, 306 Einsatzstunden wurden geleistet und das alles in weit über 200 Einsätzen.

Menschen unter Menschen

„26 Asylbewerber hatten wir per März, das Soll wären 88“ meinte Weigl und bat um Unterstützung für weitere Unterkünfte. Dabei zollte er den bisherigen Asylbewerbern Lob: „Wir haben bisher nur positive Erfahrungen gemacht“ meine Weigl, der hier auch auf die beiden syrischen Familien im Pfarrhof verwies.

Breitbahn und Verkehr

Der Breitbandausbau wird bis zur Jahresmitte fertig sein. Beim Brennernordzulauf beruhigte Weigl die Bürger: „Für Ostermünchner ändert sich nichts“, denn der Trassenplan, egal welcher, beginnt erst nach Ostermünchen (zwischen Ostermünchen und Großkarolinenfeld). Allerdings würde sich die Flut an Zügen erheblich erhöhen: Von bisher rd. 250 auf dann 380!

Auch zu den beiden Ortsumfahrungen wusste Weigl Neues: Bei Schönau läuft derzeit eine Artenschutzrechtliche Prüfung, Ostermünchen wird 2020 wieder im Ausbauplan angemeldet.

Radweg Tuntenhausen-Beyharting

Das Sorgenkind schlechthin ist der Radweg Tuntenhausen-Beyharting. „Zur Zeit laufen hier noch Prüfungen im Bereich des Seegrabens wegen der angrenzenden FFH Gebiete“ meinte Weigl. Sofern diese einen positiven Ausgang haben, könnte in diesem Jahr wenigstens mit den Brückenbauwerken begonnen werden.

Nahversorgung Ostermünchen

Ein weiteres Sorgenkind wird laut Weigl die Lebensmittelnahversorgung in Ostermünchen werden, da bislang noch kein Versorger gefunden werden konnte. „Das bestimmen weder wir noch der Grundstückseigentümer, sondern ausschließlich der Anbieter“, so Weigl.

Bitte melden!

Probleme bereitet dem Rathaus auch immer wieder die unkontrollierte Müllentsorgung auf den Wertstoffinseln. „Meldet uns die Schadenverursacher“ forderte Weigl die Bürger auf, ein sorgsames Auge zu haben.

Fragerunde

Zur Notwendigkeit eines Geldautomaten in Beyharting, zur unbefriedigenden Parkplatzsituation in Ostermünchen und zu einem Jugendtreff kamen Fragen.

 

Werner Stache

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