Gut gefüllt war die Schönauer Mehrzweckhalle zum alljährlichen Seniorentag der Gemeinde Tuntenhausen. „Schee, dass Ihr alle gekommen seid“,  begrüßte Sepp Krichbaumer, Seniorenbeauftragter der Gemeinde und zweiter Vorstand des Vdk Tuntenhausen, die Seniorinnen und  Senioren. Ein herzliches Willkommen gab Krichbaumer auch den Ehrengästen Bürgermeister Georg Weigl, Altbürgermeister und Ehrenbürger Josef Haas, Diakon Josef Hilger, Pfarrvikar Bruno Bibinger und VDK Kreisvorsitzende Marianne Keuschnig. Besonders freute sich der Seniorenbeauftragte, dass auch Landtagsabgeordneten Otto Lederer gekommen war.

„Dankeschön liebe Wirtsleut‘, Ihr habt Euch so viel Mühe gegeben mit der schönen herbstlichen Tischdekoration“, lobte Krichbaumer die Pächter des Sportstüberls Brigitte und Anton Ried. Ein herzlicher Dank ging auch an die fleißigen Helferinnen des Schönauer Mütterverein es, der in diesem Jahr turnusgemäß das Kuchenbuffet zauberte und an Hausmeister Sepp Maier, der meist im Hintergrund – aber immer effektiv und fleißig wirkt.

Bürgermeister Georg Weigl begrüßte nochmals Seniorinnen und Ehrengäste und dankte auch dem Organisator der Veranstaltung, Sepp Krichbaumer. „Wir wollen eine Seniorenfreundliche Gemeinde sein“, versprach das Gemeindeoberhaupt den Anwesenden. Weiter versicherte Weigl, Verwaltung und Gemeinderat beschäftigten sich derzeit mit Konzepten die zeigen sollen, wie sich das Leben auf dem Lande gerade im Alter sinnvoll gestalten lässt. Dabei würde berücksichtigt, dass Senioren einerseits auch im Alter Unabhängigkeit brauchen und dennoch am öffentlichen Leben teilnehmen möchten. „Tuntenhausen wird sich auch mit den Themen Seniorenwohngemeinschaft und betreutem Wohnen beschäftigen“, wies  der Bürgermeister in die Zukunft. Abschließend verwies Weigl auf die neu vom Landratsamt eingesetzten Wohnberaterinnen, die Senioren auf Wunsch  beraten und  aufzeigen, wie man auch mit wenig Aufwand barrierefreies Wohnen ermöglichen kann.

Diakon Josef Hilger brachte als Vertreter des Pfarrverbandes Tuntenhausen-Schönau besinnliche Worte in die Runde. Hilger rief die Senioren auf, die kostbare Zeit im Herbst des Lebens zu schätzen und zu nutzen und die Welt jenseits nicht aus dem Auge zu verlieren. „Von dort kommt Hilfe, Beistand und Trost in die verschiedensten Situationen hinein“, ermutigte der Diakon. „Wie Grundstücke innerhalb einer Gemeinde nicht vermehrt werden können, so können Sie auch Ihre Lebenszeit nicht verlängern“, mahnte der Kirchenmann. Dann bat er die Senioren um Fingerzeig, welcher Altersgruppe sie angehören. Fünf der Anwesenden meldeten sich bei „Gruppe über 90“, der Rest der Gäste gliederte sich in Über und unter 80-jährige ein.  „Nutze die Zeit, nutze die Stunden und nutze jeden Augenblick“ war sein Appell an die Zuhörer.

Lustig wurde es dann, als der Kabarettist Horst die Bühne betrat und das Lied „Dumm gelaufen“ zum Besten gab. Es erzählte davon, was alles blöd laufen kann im Leben. Doch nicht nur sangesmässig brachte Horst die Turnhalle zum Lachen, auch seine Witze erheiterten das Publikum. Vor allem sein humoristischer Rückblick auf die alten DDR-Zeiten erinnerte an längst schon vergessene Zeiten. Bevor dann Sepp Krichbaumer wieder zu seiner Ziach griff, begrüßte er noch den neuen Kaplan Bruno Bibinger recht herzlich. „Im Böhmerwald“ und ein „Prosit der Gemütlichkeit“ sowie einige Schunkellieder brachten Frohmut in die Halle. Gute und humorvolle Ratschläge in Form von Couplets gaben anschließend noch Rosmarie und Martin Rauscher vom Moar-Zwoa-Gsang aus Gottschalling zum Besten, bevor der fröhliche Nachmittag ausklang. (sn/ws)

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