Kurze Bauphase – kostengünstig gebaut – weniger Unfälle

5500 Fahrzeuge zählte das Rosenheimer Straßenbauamt kürzlich an einem Tag auf der Staatsstraße 2089 zwischen Hohenthann und Schönau, das spricht für täglich starken Verkehr. Ist die Autobahn dicht, benutzen noch mehr Autos und vor allem noch mehr schwere Lastwagen die Staatsstraße als Ausweichstrecke. Auf halber Strecke zwischen Hohenthann und Schönau lag eine unfallträchtige Kreuzung, die gibt es nicht mehr. Heute wurde der neue Thaler Kreisel am Knotenpunkt RO 51 südlich von Hohenthann offiziell eröffnet.

Bürgermeister Georg Weigl, Straßenbauamt, Politik-Prominenz und beteiligte Firmen zerschnitten symbolisch das rot-weiße Band, der Kreisel ist damit offiziell freigegeben. Anlässlich der Freigabe äußerten sich Bürgermeister Georg Weigl, beteiligte Firmen und Ehrengäste wohlwollend über Idee, Planung und Durchführung des Projektes.

An der alten Kreuzung, die regelte den Verkehr zwischen der Staatsstraße ST2089 von Hohenthann nach Schönau, der Kreisstraße RO51 Richtung Bruckmühl und der Gemeindestraße Richtung Thal/Lorenzenberg, hatte es immer wieder Unfälle mit Blech- und Personenschäden gegeben.

„Seit dem Jahr 2000 ereigneten sich dort 36 Unfälle, mit 15 Schwerverletzten und 22 Leichtverletzten“, informierte Stefan Högenauer, Bereichsleiter Straßenbau, Straßenbauamt Rosenheim. Högenauer richtete einen großen Dank an Gemeindeoberhaupt Weigl: „Gut, dass sie das Projekt Kreisel in die Hand nahmen und auch abwickelten.“

Gerhard Kippes, Leiter der Abteilung Hoch- und Tiefbau im Rosenheimer Landratsamt, hob besonders hervor, dass sich die Gemeinde Tuntenhausen – obwohl Kleinste der drei Projektbeteiligten (Straßenbauamt RO, Landkreis RO, Gemeinde Tuntenhausen)- an den Kosten von rund einer halben Million Euro beteiligte. „Das ist nicht normal – das ist etwas ganz Besonderes“, so Kippes. 50 Prozent trägt der Freistaat, die andere Hälfe teilen sich Landkreis und Gemeinde Tuntenhausen. Kippes unterstrich auch die kurze Zeit, in der Tuntenhausen in Zusammenarbeit mit Planungsbüro und ausführenden Firmen das Projekt Kreisel realisierte.

„Ich bin froh, dass es die letzten Jahre keine tödlichen Unfälle an der Kreuzung gab“, betonte Bürgermeister Weigl und zeigte sich erleichtert ob der Fertigstellung des Kreisels. „2014/2015 trafen wir uns zum wiederholten Male mit dem Staatlichen Bauamt, dem Landkreis und der Polizei an der alten Kreuzung, die ja ein Unfallschwerpunkt war. Im Oktober 2015 begannen dann nach Rücksprache mit Bauamt und der Regierung von Oberbayern die Gespräche über Zuschüsse.“ Weigl dankte dem staatlichen Bauamt und dem Landkreis für die Unterstützung und die unkomplizierte Regelung. „520.000 Euro hatten wir für das Vorhaben Kreise geplant, abschließend liegen wir mit 20.000 Euro darunter“, freute sich Weigl. „Baubeginn zum Kreisel war Mitte März, das Wetter war günstig – so konnten wir bereits am 17. Mai die Baustelle abschließen“, informierte der Bürgermeister. Weigl dankte allen beteiligten Firmen für die konstruktive Zusammenarbeit und auch den Behörden: „Sie ließen uns freie Hand, diese Vertrauensbasis funktionierte gut – vielen Dank!“ Weigl dankte auch allen anliegenden Grundstückseigentümern für die unkomplizierte Zusammenarbeit und betonte die gute Resonanz, die dem Thaler Kreisel aus der gesamten Bevölkerung entgegengebracht wird.

„Sinn und Ziel dieses Projektes ist die Verkehrssicherheit“, betonte Landtagsabgeordneter Otto Lederer. „Ich bin froh und dankbar, dass sich die Gemeinde Tuntenhausen immer wieder hinter dieses Thema stellte und es nun zusammen mit dem Freistaat Bayern und dem Landkreis als Partner realisierte“, sagte das Landtagsmitglied und sprach Freistaat und Kreistag Dank dafür aus. „Endlich ist es gelungen, diesen Unfallschwerpunkt zu entschärfen“, sagte Lederer weiter und dankte allen Beteiligten. „Wenn es in dieser Zeit, in der die Preise explodieren gelingt, den Preis zu halten, ja unter den geplanten Kosten zu bleiben, zeugt dies von einer guten Zusammenarbeit“, so Lederer. (sn)

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