Für Naturheilkunde interessierte Claudia Bauer sich schon immer. Bereits ihre Großmutter lebte ihr vor, wie man die Heilkräfte der Pflanzenwelt zum Wohl des Menschen nutzen kann. Seit Ende Januar ist Claudia Bauer

Claudia Bauer. Foto Niedermaier

(35) nun auch geprüfte Fach – PTA für Homöopathie und Naturheilkunde.

 Gleich nach der mittleren Reife begab sich Claudia Bauer zu einem kurzen Abstecher auf die Hauswirtschaftsschule in Miesbach. Schnell stellte sie jedoch fest, dass diese Berufsausbildung nicht die Richtige für sie war. Nach einem Praktikum bei der Marien-Apotheke in Ostermünchen war sie sich ihres Berufsweges sicher. Sie besuchte zwei Jahre im Vollzeitunterricht die PTA -Schule München, arbeitete in ihrer Freizeit bereits in der Ostermünchener Apotheke, absolvierte dort auch das halbjährige Praktikum. Seit 1995 ist sie in der Marien-Apotheke fest angestellt.

Und die Naturheilkunde? In den letzten Jahren wurde Claudia Bauer in ihrem Bekanntenkreis immer wieder auf Homöopathie und Naturheilkunde angesprochen. Sie merkte, dass die Menschen um sie herum ein starkes Interesse an naturheilkundliche Themen haben. So entschied sie sich zur Weiterbildung zur Fach PTA für Homöopathie und Naturheilkunde. Seit April 2011 fuhr sie einmal im Monat Samstag und Sonntag zu Seminaren nach München und drückte wieder die Schulbank.

Homöopathie

Während ihrer Weiterbildung lernte Claudia Bauer die Anwendung der klassischen Homöopathie kennen. Die Homöopathie (Wort aus dem Altgriechischen: gleich, gleichartig, ähnlich‘ sowie Leid, Schmerz, Affekt, Gefühl; wörtlich also „ähnliches Leiden“) ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, die auf den ab 1796 veröffentlichten Vorstellungen des deutschen Arztes Samuel Hahnemann beruht. Ihre namengebende und wichtigste Grundannahme ist das von Hahnemann formulierte Ähnlichkeitsprinzip: „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ (similia similibus curentur, Hahnemann). So erzeugt der Wirkstoff der Tollkirsche (italienisch: Belladonna –schönes Mädchen) beispielsweise beim gesunden Menschen Fieber, das Gesicht ist nach Einnahme gerötet und heiß, die Pupillen sind vergrößert. In der klassischen Homöopathie wird nach der Methode „Gleiches mit Gleichem heilen“ (Selbstheilungsprozess!) die Tollkirche in Form des potenzierten Präparates „Belladonna“ als fiebersenkendes Mittel eingesetzt.

Naturheilkunde/Pflanzenheilkunde

Claudia Bauer beschäftigte sich in München auch mit Pflanzenheilkunde und Homöopathie und deren Anwendung in der Kinderheilkunde und bei Schwangerschaft und Geburt. Sie erfuhr, wie die Heilkräfte der Pflanzen in Form von Tees, Extrakten oder Tinkturen bei Erkältungskrankheiten, Rheuma und Gelenkerkrankungen, Haut und Hauterkrankungen in der Naturheilkunde eingesetzt werden. Sie hörte, wie mit Hilfe der Naturheilkunde selbst Herzkreislauf und Nervensystem positiv zu beeinflussen sind.  Je nachdem- wo bei den einzelnen Pflanzen der Wirkstoff sitzt – verwendet man in der Naturheilkunde Blüten, Blätter, Kraut, Wurzel oder Wurzelstock – um Krankheiten zu heilen.

Die 12 Basissalze nach Dr. Schüssler

Auch mit den 12 Basissalzen nach Dr. Schüßler hat sich Claudia Bauer in ihrer Weiterbildung beschäftigt. (Anmerkung der Redaktion: Schüßler-Salze sind alternativmedizinische Präparate von Mineralsalzen in homöopathischer Verdünnung (Potenzierung). Die Therapie mit ihnen geht auf den homöopathischen Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler (1821–1898) zurück und basiert auf der Annahme, Krankheiten entstünden allgemein durch Störungen des Mineralhaushalts der Körperzellen und können durch homöopathische Gaben von Mineralien geheilt werden).

Selbst getestet!

Natürlich hat Claudia Bauer während ihrer Weiterbildung die Wirkung der Schüßlersalze selbst ausprobiert. Hier Auszüge aus ihren Erfahrungen: „Ich habe selbst sehr gute Erfahrungen mit den Schüßler Salzen gemacht. Wenn ich merke, dass beispielsweise eine Erkältung im Anflug ist, nehme ich sofort Schüßlersalz Nr. 3 (Ferrum phosphoricum). Als Vorbeugung beim Sport oder auch bei Krämpfen  verwende ich die Nr. 7 ( Magnesium phosphoricum)“.

Ab der nächsten Ausgabe (April) wird Claudia Bauer immer ein Schüßlersalz für unsere Leser genauer vorstellen.

Folgt für Claudia Bauer noch eine weitere Ausbildung oder ist erst mal genug gelernt? Die Fach-PTA ist des Lernens noch nicht müde! „ Im Herbst möchte ich einen Kurs „Aroma-Therapie besuchen, das Thema finde ich besonders spannend“!

Susann Niedermaier

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